Vergleichstest von 7 Nordic-Skating-Stöcken von Leki, KV plus und Skike (2022)

Die Anforderungen an Stöcke für das Nordic- und Cross-Skating sind ähnlich, aber nicht ganz gleich den Anforderungen an Langlauf-Skatingstöcke. Cross-Skating.com möchte hier eine kleine Auswahl aus den breiten Angebotspalette einem kritischen Vergleichstest unterziehen.
Die deutsche Firma Leki steht hier für ein typisch große und erfahrene Firma. Das Schweizer Unternehmen KVplus (früher KV2) steht für einen mittelgroßen Stockhersteller, der zwar weniger bekannt, aber nicht weniger erfahren ist. Und die Österreichische Firma Skike tritt hier mit seinen neuen Stöcken als Neuaufsteiger und innovativer Vorreiter auf.

Das es kein festes Prüfschema gibt, habe ich versucht bei Praktikern die wichtigsten Testkriterien und deren Gewichtung zu erfragen. Was dabei heraus kam war ein Testschema, dass der Vorstellung von rund zehn mehr oder weniger erfahrenen Cross-Skatern und meiner Vorstellung an einen Stocktest entspricht. Persönliche Gewichtungen könne nach eigenem Ermessen vorgenommen werden und das Ergebnis ganz anders erschein lassen

Als Vergleichsprodukt waren wir noch ein No-Name Produkt mit in den Testpool, weil wir eine Referenz für mittelmäßige Qualität mit dabei haben wollten. Überraschenderweise konnte dieser Stock nicht so richtig als schlechtes Beispiel herhalten und schlug sich am Ende besser als erwartet. Deswegen haben wir bei genauerer Betrachtung acht Stockmodelle im Test, weil jener „Referenzstock“ für den Endverbraucher als in der Praxis nicht beschaffbar gelten muss.
Bei meiner Körpergröße von 1,81 Metern bin ich von einem Stockmaß von 165 cm ausgegangen. Da die Variostöcke im Test nicht exakt die gleiche Läge besaßen, sind die Ergebnisse nicht absolut vergleichbar. Variostöcke mit Festlängenstöcken zu vergleichen erscheint auch nicht unbedingt „fair“. In der Praxis stellt der Benutzter aber sehr ähnliche Anforderungen an den Stock. Er muss gut im Handling und in der Qualität sein. Deswegen vergleichen wir hier gnadenlos Äpfel mit Birnen, eine persönliche abweichende Gewichtung, kann an Ende ein ganz anderes Ergebnis hervorbringen als das hier gezeigte. Die anderen Tester waren so gewählt, dass sie gleichen Stöcke benutzen konnten.

Die Kandidaten

1. Skike One4You 50 % Carbon 145-165 cm
2. Skike One4All 30 % 115-160 cm
3. Leki Alu Blade Vario 155-175 cm
4. Leki Carbon Blade Vario 150-170 cm
5. KVplus Campra 165 cm
6. KVplus Viking 165 cm
7. KVplus Forza 165 cm
8. Alu Vario 130-175 cm No-Name

Die Testkriterien

• Gewicht: Natürlich ist Gewicht nicht alles, aber der erste Eindruck ist fast immer, ob sich ein Stock leicht oder schwer anfühlt. Leichte Stöcke sind etwas besser zu kontrollieren und führen weniger zur Ermüdung. Dafür sind sie bei Seitenwind empfindlicher und nur mir mehr und teurerem technischem Aufwand herzustellen. Mit maximal 5 Punkten sollte das Gewicht hier nicht sehr stark bewertet werden.
Bewertung: Unter 600 g = 1 Punkt; unter 550 g = 2 Punkte; unter 500 g = 3 Punkte; unter 450 g = 4 Punkte; unter 400 g = 5 Punkte

• Elastiziät: Die Messung den elastischen Nachgiebigkeit wurde hier unter einer Last von 10 kg gemessen, die im rechten Winkel auf die Stockmitte einwirkte. Die verschiedenen Materialien dürfen dabei nicht direkt verglichen werden. Aluminium weist im Vergleich zu Kohlefaserverbundwerkstoff ein geringeres E-Modul auf, was bedeutet, dass ein Bruch oder eine Dauerschädigung bei geringerer Verbiegung austritt. Das Einbetten des Kohlenstoff- oder Glasfasern ist jedoch eine Kunst für sich und allein eine hoher Kohlenfaseranteil garantiert noch kein hohes Handwerkliches Geschick bei der Herstellung des Stockes. Insgesamt kann bei hohem Kohlefaseranteil die größte Elastizität toleriert werden, weil der Materialbruch später einsetzen würde (theoretisch!). Aluminium ist in dieser Hinsicht am intolerantesten, weshalb ein Alustock bei gleicher Bruchfestigkeit auch ein größere Steifigkeit ausweisen muss.
Doch gerade diese geringere „Nachgiebigkeit“ von Aluminiumstöcken wird subjektiv als stabil, stark oder steif empfunden, weswegen sie sich nach wie vor einer gewissen Anhängerschaft erfreuen. In der Praxis wird ein Stock der zwar hohe Bruchwerte ausweist, dafür aber elastischer ist, dennoch etwas früher brechen, weil er gerade durch diese Nachgiebigkeit in eine Fehlstellung (Durchbiegen), die das Abbrechen wahrscheinlicher mach. Es ist also auch absolut notwenig, dass auch Stöcke aus Glasfaser und Kohlefaserwerkstoffe ein gewisse Steifigkeit aufweisen. Mein Skitrainer, „testete“ Alpinskistöcke immer in dem er kurz gegen die Mitte drücket und sagte: „Der halt was aus…den bricht’st durch…“ usw.. Ich belächelte damals diese unwissenschaftliche Art des Testens, muss aber heute sagen, da war etwas dran.
Vergeben wurden bei den Variostöcken jeweils maximal 10 Punkte für die kürzeste und 10 Punkte die längste einstellbare Position. Die Punkte die für jeden Millimeter Verbiegung vergeben wurden, waren auch abhängig vom verwendeten Werkstoff. Die Fixlängen-Stöcke haben ihre maximal 20 Punkte auf ihre feste Läge von 165 cm bekommen.
Bewertung: (mm elastische Verbiegung je m Stocklänge bei 10 kg Belastung 90° zur Stockrichtung in der Stockmitte)
Aluminium – 25 bis 55 mm entsprechend 100 % bis 0 % der Maximalpunktzahl
Bis 25 % Carbon – 30 bis 90 mm entsprechend 100 % bis 0 % der Maximalpunktzahl
Bis 50 % Carbon – 33 bis 99 mm entsprechend 100 % bis 0 % der Maximalpunktzahl
Bis 75 % Carbon – 36 bis 108 mm entsprechend 100 % bis 0 % der Maximalpunktzahl
Bis 100 % Carbon – 39 bis 117 mm entsprechend 100 % bis 0 % der Maximalpunktzahl

• Klang: Es mag vielleicht etwas nach „Geschmackssache“, also unobjektiv klingen, wenn hier der Klang bewertet wird, doch auch das Ohr skatet mit und viele Skater mögen es gern leise. Objektiv betrachtet ist ein leiser und gedämpfter Klang auch ein Kriterium für gedämpfte Aufprallenergie, also gar nicht mehr so sehr Geschmackssache. Ein ungeübter Skater wird aber auch mit dem bestgedämpften Stock noch lauter unterwegs sein als ein Routinier mit geschmeidigem Stockeinsatz. Ich habe hier mehrere Personen maximal 5 Punkte auf die verschiedenen Modell vergeben lassen, nach den Gesichtspunkten Klangbild und Dämpfungseindruck beim Aufsetzen. Der Dämpfungseindruck beim Aufsetzen wurde mit Schallschutz auf den Ohren ermittelt, weil erfahrungsgemäß ein akustisch harter Klang auch einen harten Aufschlag suggeriert. Dadurch schnitten die Aluminiumstöcke gar nicht einmal so schlecht ab.

• Schwingungen: Good Vibrations gibt es bei Cross-Skatingstöcken nicht. Je weniger davon umso besser. Was im Schnee noch durch das Flockenposter gedämpft wird, kann auf der Straße und auf hartem Gelände zu einem erheblichen Verlust an Grip beim Aufsetzen des Stockes führen. Allgemein genießen dabei Metallstöcke keinen guten Ruf und Carbonstöcke gelten als das Non-Plus-Ultra, was das Schwingungsverhalten beim Aufsetzen betrifft. Doch wie der Test gezeigt hat, gibt es auch hier Ausnahmen. Gewertet wurde schlicht die Zahl der Stock-Ausrutscher, die bei mehreren Fahrern auf verschiedenen Testrunden gezählt werden konnte. Maximale Punktzahl 10 auf die Querdämpfung der Stöcke.

• Griff: Auch hier mussten wir uns ganz auf die Aussage unserer Testfahrer verlassen. Komfort und Griffgefühl wurde von den Testern mit maximal 8 Punkten bewertet.

• Schlaufe: Auch bei diesem Kriterium gab es 8 Punkt. Verstellbereich, Komfort bis der Verstellung, Klicksysteme und Druckstellen nach dem Fahren entscheiden letztendlich über mehr oder weniger Punkte.

• Stockspitze: Abstumpfung nach längerer Fahrt, Austauschen und Grip der Spitzen wurden von unseren Testdummys mit bis zu 8 Punkten bewertet.
• Verarbeitung: Hier wurde nach kleinsten Details und Nachlässigkeiten gesucht und sei es nur ein schief angebrachter Aufkleber. Bei Klebestellen entscheiden solche Detail oft über die Haltbarkeit, aber letzen Endes möchten viel Sportler auch mit attraktiven Sportgeräten unterwegs sein, daher wird dieses Kriterium mit bis zu 5 ziemlich subjektiven Punkten bewertet. Die Punkte wurden als umgekehrte Schulnoten „minus einen Punkt“ vergeben

• Arretierung:
Ein wichtiger Punkt bei Variostöcken. Bewertet wurden Fixierbarkeit, Verstellbarkeit und Haltbarkeit der variablen Verbindung. Wie haltbar die Klemm-Mechanik nach häufiger Benutzung konnte nicht ermittelt werden, weil alle Klemmungen zuverlässig funktioniert haben. Höchstpunktzahl: 6 Punkte. Die Fixlängenstöcke erhalten automatisch die volle Punktzahl. Die Punkte wurden als umgekehrte Schulnoten vergeben, wobei ein Versagen mit 0 Punkten bewertet worden wäre.

• Handhabung Praxis: Dies ist der Fluchquotient des Stöcke, wird auf der Tour über den Stock nicht geflucht und der Fahrer fühlt sich wohl, steigt sie Punktzahl. Eingebaut wurden Situationen wie Steigungen und Abfahren, an denen viel Cross-Skater gern die Stocklänge verändern würden, Cross und Straße und auch Situationen wie Stocktausch untereinander. Dieses Kriterium ist wichtig, weil es über den Fahreindruck und damit über Sympathie und Nicht-Sympathie zum Produkt entscheidet. Deswegen gab es hier bis zu 15 Punkten für einen perfekten Stock. . Mangelhaft = 0 bis 3 Punkte; ausreichend = 4 bis 6 Punkte; zufriedenstellend = 7 bis 9 Punkte; gut = 10 bis 12 Punkte; sehr gut = 13 bis 15 Punkte

• Preis
: Wer nicht sparen muss, kann diesen Punkt aus der Wertung nehmen, doch bei objektiver Betrachtung muss man einem billigen Stock die Chance hier ein wenig zu punkten. Wenn ein Stockhersteller mit geringen Kosten ein gutes Produkt herstellen kann, sollte das belohnt werden. Die teureren Variostöcke haben hier Nachteile aber verbuchen Sympathien in ihrer Vielseitigkeit. Bis 190 € = 1 Punkt; bis 170 € = 2 Punkte; bis 150 € = 3 Punkte; bis 135 € = 4 Punkte; bis 120 € = 5 Punkte; bis 105 € = 6 Punkte; bis 90 € = 7 Punkte; bis 70 € = 8 Punkte; bis 50 € = 9 Punkte; bis 35 € = 10 Punkte.

• Gesamtpunktzahl und Note:
Maximal 100 mögliche Punkte werden in Schulnoten mit Plus- und Minus-Differenzierung umgerechnet.

Die Übersicht

Der Testbericht
Beginnen möchte ich mit dem No-Name Produkt des unbekannten Herstellers und mich dabei kurz fassen. Durchgefallen ist der Stock nicht, es konnten keine wirklichen Schwächen gefunden werden. Ein massives Aluminuimgerät, dass sich durch Haltbarkeit, Zuverlässigkeit günstigen Preis und sogar einen gewissen Komfort auszeichnet. So ein „Prügel“ enthält jedoch viel Metall, einmal angestoßen, klingt er auch danach und schwingt nach wie eine Stimmgabel. Bei diesem Kriterium kann wohl kaum ein Alustock aus einer billigen Legierung punkten. Dies wirkte sich auch auf die Note in der Handhabung und somit doppelt aus. Ansonsten wäre sogar noch ein Note im 3er-Berich möglich gewesen. Aber in manchen Punkten konnte der Stock sogar mit den Markenprodukten mithalten. Ein Verlegenheitskauf muss also nicht zwangsläufig zum Desaster führen. Wir waren erstaunt. Interessant wäre eine Recherche nach dem Hersteller.

Die Skike-Stöcke repräsentieren nur einen Ausschnitt der Angebotspalette. Wir wählten das Modell One4All mit 30 % Carbon-Anteilen, das angeblicht fast alles kann und das Modell One4You mit 50 % Carbonanteilen, das als vielseitiger Mittelklassestock angeboten wird. Bei beiden Skike-Stöcken gestaltete sich die Einstellung der Schlaufe als sehr zeitraubend und man hatte nie das Gefühl die Einstellung endgültig hin bekommen zu haben. Ähnlich den Exel-Schlaufensystem soll eine doppelte Schlaufe die Hand führen und am Ende des Schubs für ein Eindrehen des Stock sorgen. Der innere Gurt drückte dabei bei allen Testern unangenehm auf die Daumenmitte, was bei etwas jedem zweiten – auch mit Handschuhen – zur Blasenbildung führte. Die Spitzen der Stock sind geschraubt, was zunächst als geniale Idee betrachtet werden muss. Der Austausch der Spitzen wir dadurch viel leichter als bei allen anderen Stöcken in Test. Nachteil: Das verwendete Metall scheint tendenziell weich zu sein. Härter als echtes Weichmetall, waren die Spitzen aber bereits nach 30 bis 40 km schon deutlich stumpfer als die allen Stöcke, sogar des Billigproduktes. Ein schneller Wechsel steht in der Praxis also früher an als erwartet, wie schade.

Aufpralldämpfung und Klang waren bei beiden Stöcken in Ordnung, auch wenn beide Stöcke für Verbundwerkstoffe erstaunlich „hohl“ klingen. Teilweise kaum noch akzeptabel war das Schwingverhalten in Querrichtung. Angeregt durch ein Durchbiegen beim Abdruck, weniger beim Aufprall kann ein regelrechtes Zittern durch den Stock gehen. Gerade kräftige Anfänger provozieren dieses Phänomen leichter als erfahrene Techniker. Beim One4 All war dies etwa doppelt so stark zu spüren wie beim One4You.
Mechanisch sehr gut ist die Arretierung: Leichtgängig und haltbar gegen Verschieben. Allerdings kamen gewisse Zweifel auf ob die Gewindeübersetzung zum extrafesten klemmen vielleicht zu extrem gewählt sein könnte. Bei beiden Stöcken konnte man mit mäßiger Handkraft ein hörbares Knacken in den Stöcken verursachen.

Verarbeitung und Preis stimmen bei den Skike-Stöcken

Als relativ weich entpuppte sich der One4You bereits beim ersten Belastungstest in der Messvorrichtung. Besonders in ausgezogenen Zustand erwies sich der Stock als sehr nachgiebig. Genau das wurde danach im Fahrtest von allen Testen bestätigt. Ein Gefühl, dass sich in einer Extremsituation der Stock, gefährlich durchbiegen könnte hatten eigentlich alle unserer Test auch die mit weniger Kraft in Oberkörper.
Enttäuschend war die Messung des One4All, der den Biegtest in der Maximallänge nicht beenden konnte. Berits bei knapp 8 kg Seitenlast stellte sich das gefürchtete „Eisknistern“ ein, das bei Verbundwerkstoffen einen baldigen Materialbruch ankündigt. Mit einer reduzierten Länge von 150 cm wurden immer noch sehr bescheidene Werte gemessen, so das diese Bewertung für den One4All gänzlich gestrichen wurde. Auch in der Praxis wollte keiner der Tester in „voller Länge“ den labilen Stock benutzen. Unter 140 cm machte er dann aber einen ausreichend stabilen Eindruck.
Erkennbar viele Ideen stecken in den neuen Skike-Stöcken, doch die Test-Crew, war an Ende nicht wirklich begeistert von den Stöcken. Zweien war es sogar unmöglich längere Strecken mir den Stöcken zu bewältigen – noch mal schade.

Bleiben wir bei den Vario-Stöcken. Der Leki Alu Blade Vario in 155-175 cm konnte zwar in den Einzelmesswerten mit den Fixlängenstöcken nicht ganz mithalten. Doch diese hatte ich auch nicht erwartet. Insgesamt war ich aber überrascht, wie zuverlässig und angenehm die Stock sich fährt, besonders, weil es sogar aus Aluminium ist. Die Messwerte für die Querelastizität werden für Aluminium strenger angesetzt, was im Messergebnis nur mittlere Werte beschert. In der Praxis fühlte sich der Leki dann allerdings auf angenehme Wiese steif an. Eigenschwingung und Dämpfung, ja sogar der Klang waren für Leichtmetall erstaunlich angenehm. Wahrscheinlich ein Indiz dafür, dass auch die verwendete hochwertige Aluminiumlegierung ihren Teil zur guten Praxiseigenschaften beiträgt. Die metalltypischen Schwingungen waren eigentlich immer vorhanden, häufiger noch als bei den Skike-Stöcken, aber sie traten vorhersehbar auf, so dass man sie recht schnell unwillkürlich einkalkuliert. Wer die Lekis soft aufsetzt, hat so gut wie keine Probleme und beim massiven Armdruck gehörte sie mit zu den angenehmsten Stöcke im Test.
Schlaufensystem und Spitzen sind „einfach spitze“. Die komfortable Schlaufen arbeiten völlig unauffällig und das bewährte Clicksystem sammelt Sympathiepunkte. Die Hartmetallspitze sind von höchster Qualität und stumpfen praktisch nicht ab.
Eine völlig Überraschung stellte der Leki Alu Blade Vario in 150 bis 170 cm Länge dar. Beim Fahren fühlt sich dieser Stock identisch wie ein Fixlängestock an. Dies Messwerte unterstreichen dies und nur im Gewicht liegt der Stock einen Hauch über den Fixlängen-Modellen. Keiner der Tester hätte bei einem Variostock diese Steifigkeit erwartet. Das Material, das aus Alu und Carbon besteht, lässt die Stockeigenschaften aber eher in Richtung Carbon tendieren. Diesen Stock wollte kaum einer der Probanden wieder aus der Hand legen – ein Spitzenprodukt, das jedoch seinen Preis hat.

Bei allen Variostöcken muss man der gerechterweise hinzufügen, dass sie eigentlich die Punktzahl eines Festlängenstockes nicht erreichen können. Man müsste bei den Varios am Ende etwa eine Note abziehen um einen fairen Vergleich zu erhalten. Unter diesem Gesichtspunkt wäre der teure Leki als Testsieger hervor gegangen.

Die Fixlängenstöcke von KVplus bekamen ihre Punkte dennoch nicht geschenkt. Nur minimale Unterschiede in den technischen Werten zeigen, dass der Hersteller die Kunst der richtigen Mischung beherrscht. Währen der Campra mit in dieser Preiskategorie sensationellen Messwerten auftrumpft, liegt die Stärke der Viking in hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis und die des Forza darin, dass er eigentlich alles erfüllt, was man von einen Stock erwartet. Alle Stöcke weisen anatomische Handschlafen auf, wobei die beiden teureren Modell sogar ein einfaches Clipschlaufensystem haben. In der Steifigkeit wir der Forza seinem Namen gerecht und übertrifft sogar die Anforderungen die für die volle Punkzahl notwendig sind. Ein sichtbare Extraverstärkung im unteren Schaft macht’s möglich und KVplus setzt hier Karbon zur Stabilisierung für Lichtbaumaßnahem ein. Der Gewichtsvergleich in der Tabelle bestätigt dies. Vom Gefühl her macht dies den Forza in der Praxis zum Präzisionsinstrument, das einem Namen gerecht wird.

Der Viking wurde als ein solider und komfortabler „Schönling“ in Test weitergereicht. Schön deswegen, weil das Finsh einen Nobelstock vermuten lässt und kein 70 €-Produkt. Aber auch der Campra soll ab 2008 in ähnlichem Design daher kommen. Schlaufen, Griffe und Clipsysteme sind gut, jedoch nicht ganz so edel und ausgeklügelt wie die der Leki-Stöcke. Wäre das der Fall, hätte KVplus ein nahezu unschlagbares Produkt auf dem Markt. Aber auch so schenken die KVplus-Stöcke sich und der Konkurrent nichts, denn die drei haben praktisch das gleiche sehr gute Preis-Leistungsverhältnis. Das macht die Auswahl schwer, aber bei Punktzahlen von 90 oder mehr Punkten entscheidet am Ende eigentlich nur der Geldbeutel.

Ullrich Neuberg

FAQs

Welche Stöcke für Nordic Skating? ›

Generell sind Cross-Skating Stöcke mit einem höheren Kohlefaseranteil vorzuziehen, da diese zum Einen leichter sind, vor allem aber die Kraft aus den Armen besser übertragen und weniger nachgeben als Aluminiumstöcke. Für das Nordic Cross-Skating eignen sich Skiroller- oder Skilanglaufstöcke.

Wie lang müssen Nordic Skating Stöcke sein? ›

Die optimale Länge hat der Nordic Skatingstock wenn er 90% der Körpergröße, plus die Standhöhe des Nordic Skates / Rollski misst. Also Körpergröße in cm mal 0,9 plus die Rahmenhöhe des Skirollers oder Crossskate in cm (vom Boden gemessen). Diese Formel gilt sowohl für Fest- als auch für Vario Stöcke.

Welche Stöcke Zum skiken? ›

Ganz pauschal empfehlen wir bereits Anfängern und sportlichen Einsteigern, die Stöcke rund 6 bis maximal 12 cm kürzer als die Körpergröße zu wählen. Fortgeschrittene können oft gut fahren mit Stocken, die rund 3 bis 9 cm kürzer als die Körpergröße sind.

Welche Stocklänge beim Skaten? ›

Beim Skating sollten die Stöcke bis zu deiner Nase oder den Ohren reichen. Es gibt auch eine Formel zur genaueren Berechnung: deine Körperlänge in cm x 0,89. Für den Classic-Langlauf in der Loipe sollten die Stöcke bis zu deiner Schulter reichen.

Wie Länge müssen Langlaufstöcke sein? ›

Mit den folgenden Formeln lässt sich die perfekte Länge für die Langlaufstöcke berechnen: Klassischer Stil: Körpergröße in cm x 0,84 = empfohlene Langlaufstock-Länge. Skating: Körpergröße in cm x 0,89 = empfohlene Langlaufstock-Länge.

Welche Langlaufstöcke? ›

Die optimale Länge für Deine Langlaufstöcke ist 153 cm (klassisch) bzw. 162 cm (Skating). Erst kürzlich mit dem Langlaufen angefangen? In diesem Fall empfehlen wir Dir mit 148 cm (klassisch) bzw.

Welche Stöcke für Langlauf? ›

Oder für eine 180 Zentimeter große Person umgerechnet: Klassischer Langlauf: 153 Zentimeter lange Langlaufstöcke. Nordic Cruiser: 148 Zentimeter lange Stöcke. Skating: 162 Zentimeter lange Stöcke.

Wie hoch müssen walkingstöcke eingestellt werden? ›

Die optimale Länge für Deine Nordic Walking Stöcke ist 122 cm. Erst kürzlich mit dem Walking angefangen? In diesem Fall empfehlen wir Dir mit 119 cm etwas kürzere Stöcke.

Welche Stöcke für Skiroller? ›

Wer skirollern regelmäßig betreiben möchte, dem empfehlen wir Stöcke mit mindestens 80% Carbonanteil wie dem SkiGo Roller80.

Kann man walkingstöcke kürzen? ›

ich habe mal mehrere Nordic Walking Stöcke gekürzt, das ging ziemlich problemlos. Mit einem Fön oder Heißluftgebläse den Griff vom Stock gelöst. Das dauert etwas bis der Heißkleber flüssig wird. Dann den Stock abgesägt und nachher den "heißen" Griff wieder aufgeschoben und erkalten lassen.

Wie kürze ich Nordic Walking Stöcke richtig? ›

Stöcke kürzen/Griffe wechseln:

Griffe aus Hartplastik: In kochendes Wasser tauchen, bis der Kleber sich innen löst, Griff abziehen, das Stockrohr mit einer Metallsäge oder Rohrschneider sauber auf das gewünschte Maß kürzen. Dann den Griff mit etwas Heißkleber wieder aufschieben, fertig !

Welche Stöcke für Skiroller? ›

Wer skirollern regelmäßig betreiben möchte, dem empfehlen wir Stöcke mit mindestens 80% Carbonanteil wie dem SkiGo Roller80.

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Author: Dean Jakubowski Ret

Last Updated: 07/12/2022

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